Kraulschwimmen

Die Königsdisziplin

Das Kraulen sieht nicht nur ästhetisch aus, es ist zudem noch der schnellste Schwimmstil und relativ leicht zu lernen. Das Wichtigste ist eine kontrollierte, regelmäßige Atmung, abgestimmt auf die Arm- und Beinarbeit. Der richtige Beinschlag ist dafür zuständig, den Vortrieb zu leisten und den Rumpf an der Wasseroberfläche zu halten.

Richtig atmen will gelernt sein

Die Atmung gehört zum A und O beim Kraulschwimmen. Hier hat fast jeder Anfänger seine Probleme. Der Kopf darf beim Einatmen nicht nach vorne hochgehoben werden. Er muss während der Armbewegung seitlich gedreht werden. Der Anfänger kommt meist schon nach wenigen Zügen in die Versuchung, Luft zu holen. Das stört natürlich den Takt. Für den Anfang sollte sich eine regelmäßige Zweieratmung angwöhnt werden, wo sich der Kopf beim Einatmen nur zu einer Seite dreht. Ausgeatmet wird unter Wasser. Beherrscht man diese Atemtechnik, kann die Dreier- oder Viereratmung trainiert werden. Wichtig ist in jedem Fall der gleichbleibende, ruhige Atemrhythmus.

Technik

Auf dem Wasser liegend taucht der gestreckte linke Arm ins Wasser, Fingerspitzen nach vorn. Der Kopf liegt im Wasser mit Blickrichtung unten. Der rechte Arm ist angewinkelt nach unten.

Während der Kopf noch im Wasser ist, wird der rechte Arm nun nach oben gebracht, wobei der Oberkörper leicht zur Seite rollt. Die Beine schlagen auf- und abwärts.

Gleichzeitig wird mit dem linken Arm weitergearbeitet. Das Handgelenk zeigt nun zum Beckenboden, der Unterarm wird in die Richtung zum Oberkörper geführt.

Wenn der rechte Arm die Schulterhöhe erreicht, ist das Ellenbogengelenk stark gebeugt. Der linke Arm zeigt fast einen rechten Winkel – Blickrichtung des Kopfes ist nach unten.

Nun beginnt das Eintauchen des rechten Armes. Der linke Arm kommt auf Schulterhöhe, die Hand ist in etwa in Höhe des Bauchnabels. Nun wird unter Wasser stark ausgeatmet.

Jetzt erfolgt die Einatmung. Der Oberkörper dreht sich etwas zur Seite, es kann eingeatmet werden.

Der Kopf wird wieder ins Wasser gelegt und der rechte Arm beginnt mit dem “Ziehen”, während der linke Arm nach vorne kommt. Der Oberkörper dreht sich leicht zur linken Seite.

Der linke Arm erreicht die Schulterhöhe, Blickrichtung des Kopfes ist nach unten. Der rechte Arm wird als nächstes die Bewegung übernehmen.

Die Beine

Die Beine bewegen sich während des gesamten Bewegungsablaufes ganz locker auf und ab. Auf diese Weise stabilisieren sie den Körper und helfen bei der Vorwärtsbewegung. Der Körper muss flach im Wasser liegen.

Die Arme

Für die Arme gilt: Die Gleitphase ist wichtig! Dazu werden die Arme weit vor dem Kopf abwechselnd ins Wasser eingetaucht und anschließend unter dem Körper nach hinten bis zu den Oberschenkeln geführt.

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