Brustschwimmen

Typisch deutsch?

Nahezu jede kleine und große Anfänger-”Wasserratte” in deutschen Landen wird mit diesem Schwimmstil konfrontiert werden. Nach wie vor ist das Brustschwimmen der beliebteste Schwimmstil. Wenngleich er verhältnismäßig schwer zu erlernen ist: müssen doch die Arm- und Beinbewegungen getrennt voneinander gelernt, geübt und später im Zusammenspiel funktionieren!

Vorzüge

Der Vorzug des Brustschwimmens liegt allerdings auf der Hand: Ein Schwimmanfänger kann seinen Kopf über Wasser halten. Die Atemwege sind frei, so dass er ohne Beeinträchtigungen atmen kann. Langsam wird er sich an das neue Gefühl im Element Wasser gewöhnen können und mutiger werden.

Doch zuerst steht ein hartes Stück Arbeit bevor. Die Arme und die Beine müssen die typischen “froschartigen” Bewegungsabläufe verinnerlichen, um vorwärts zu kommen. Später wird die Technik ausgeweitet, so dass auch der Kopf mit einem Tauchgang miteinbezogen wird.

Die Technik sieht wie folgt aus:

Es beginnt mit geschlossenen Händen in einer Art “Betstellung” in Höhe des Brustbeines. Die Knie sind auseinander und die Fersen nach oben gedrückt.

Die Arme werden nun weit nach vorne ausgestreckt, wobei der Kopf (im späteren Stadium) ganz ins Wasser eintaucht. Die Beine werden gleichzeitig nach hinten gestoßen.

Die Arme werden schulterbreit auseinander gedrückt, die Handflächen drücken nach außen und unten und werden anschließend unter die Brust gezogen. Diese Bewegung wird unter Wasser ausgeführt. Wenn die Arme wieder in Höhe der Schultern angelangt sind, werden die Hände wieder zusammengelegt. Jetzt kommt auch der Kopf wieder zum Atem holen aus dem Wasser.

Die ganz typische “Hoch-Tiefbewegung” des Brustschwimmens ist mit diesem Bewegungsablauf erreicht.

Geschwindigkeit

Dieser Schwimmstil ist jedoch absolut nicht für Langstreckenschwimmer geeignet. Er ist einfach zu langsam, vor allem, weil auch der Kopf meist über Wasser bleibt. Für die Rücken- und Nackenmuskulatur ist er auch eher beschwerlich, da er die Muskeln sehr stark beansprucht.

Auch wenn sich der Wettkampfstil ein wenig vom “normalen” Brust schwimmen unterscheidet, der Kopf vollzieht hier eine komplette Tauchbewegung, so ist er doch nicht auf Ausdauer und Schnelligkeit gemünzt.

Häufige Fehler beim Brustschwimmen

  • Die Arme und Beine werden nicht komplett ausgestreckt – der Vortrieb der Arme ist stark vermindert.
  • Falsche Handhaltung – keine senkrechte Stellung zur Schwimmrichtung. Folge: Das Wasser wird nur geschnitten.
  • Falches Anziehen der Beine unterhalb des Bauches. Es wird gegen den Wasserwiderstand gearbeitet, und das bremst!
  • Der Kopf wird zu stark gehoben. Schnelligkeits- und Energieverlust.

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