Beinkrampf – Wenn der Muskel “zu macht”

Viele Schwimmerinnen und Schwimmer werden ihn kennen und fürchten: den Beinkrampf – ein plötzlicher Schmerz im Muskel, vornehmlich im Unterschenkel. Das ist nicht nur lästig und sehr schmerzhaft, sondern auch gefährlich.

Was ist die Ursache eines Beinkrampfes?

Die häufigste Ursache neben Durchblutungsstörungen ist eine unzureichende Versorgung der Wadenmuskulatur mit Sauerstoff.  Dies kann besonders dann auftreten, wenn durch ein angestrengtes Training mehr Sauerstoff verbraucht wird, als in den Arterien der Beine üblicherweise bereitgestellt wird.

Des weiteren können Müdigkeit, Frieren oder auch wegen erhöhten Schwitzens auftretender Magnesiummangel sein. Wer zu wenig trinkt, läuft Gefahr zu dehydrieren.

Was kann ich tun, wenn ein Beinkrampf auftritt?

Sollten Sie während des Schwimmens merken, dass Sie einen Beinkrampf bekommen, unterbrechen Sie sofort! Versuchen Sie, den Krampf unter Kontrolle zu bekommen. Meist hilft sanftes Dehnen oder Strecken in die Gegenrichtung des Krampfes. Hierdurch wird ein Reflex erzeugt, der die Muskulatur wieder entspannt.  Das kann schon helfen, den Krampf zu lindern, auch wenn Sie noch nicht am Beckenrand sind.

Wie kann ich vorbeugen?

Eine ausgewogene Ernährung sollte für einen Sportler selbstverständlich sein. Ausreichend Kalzium (z. B. aus Milchprodukten), Kalium und Magnesium sind wichtig für den Körper und die Muskelfunktion. Magnesium ist zum Beispiel enthalten in Mineralwasser, Haferflocken oder Sonnenblumenkernen.

Meistens ist Magnesiummangel die Ursache für Beinkrämpfe. Magnesium ist für die Muskelkontraktion sehr wichtig. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust, der durch das Schwitzen entsteht, gehen auch wichtige Mineralsalze verloren. Diese sollten nach dem Training wieder dem Körper zugeführt werden.

Es gibt Magnesium aber auch in Pulverform oder als Brausetabletten. Auch spezielle isotonische Sportgetränke enthalten Magnesium. Wichtig ist hierbei, dass der Darm nicht alle zugeführten Elektrolyte aufnimmt, man sagt 40% – der Rest wird wieder ausgeschieden. Als Regel gilt:

Nichtsportler – 300 Milligramm/Tag

Sportler – 500 Milligramm/Tag

Gut bewährt hat sich auch das Schüßler-Salz Nr. 7: Magnesium phosphoricium D 6 sowie etwa drei gehäufte Teelöffel Basenpulver zweimal täglich einzunehmen.

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